Zweite Straßenbahnachse Linz

Dieses Konzept baut darauf auf, dass in Linz eine zweite Straßenbahnachse durch die östliche Innenstadt errichtet wird, die die Achse Landstraße entlasten kann.

INAMO hat schon im Jänner 2011 darauf hingewiesen, dass die 2. Straßenbahnachse weitgehend oberirdisch geführt werden soll.

Zweite Strassenbahnachse Linz INAMO 1_2011

Alleine die Kosten einer Haltestelle wären 50 mal so hoch wie das bisherige jährliche Radverkehrsbudget in Linz. Das ist nicht verantwortbar.

Die Rolle dieser Achse für den Öffentlichen Verkehr im Großraum Linz kann nur in der Gesamtsicht aller vorhanden und möglichen Verkehrsprojekte definiert werden.
Der relativ rasch vollzogene Schwenk von der City-S-Bahn zur 2. Straßenbahnachse – verbunden mit einer Schwerpunktsetzung von Normalspur zu Schmalspur –  ohne umfassende Variantenuntersuchung ist laut INAMO der falsche Weg.

Im Zuge der Diskussion der letzten Monate (2017) hat sich INAMO im Rahmen der Initiative Verkehrswende Jetzt intensiv Gedanken gemacht und ist zum Schluss gekommen, dass eine 2-Achsen Lösung die beste Lösung für die Erschließung des östlichen Linzer Stadtgebietes mit Schienenachsen darstellt.

2-Achsen Lösung Linz im Linzer Osten

Es spricht vieles für die oberirdische Führung der Straßenbahn:

Vorteile der oberirdischen Führung der Straßenbahn

 

Kosten der unterirdischen Straßenbahn

Mit rd. 80 Mio Euro pro km wäre der unterirdische Teil der Straßenbahnachse extrem teuer (d.h. mind. 4 – 6  x teurer als der oberirdische). Die unterirdischen Haltestellen sollen zwischen 10 und 17 Millionen Euro kosten, und sind teilweise in Bereichen situiert, wo kein besonders großer Fahrgastwechsel stattfinden wird.  Auch nach Inbetriebnahme wird diese Straßenbahn-Achse in Linz nur die zweitwichtigste bleiben, derart hohe Kosten für den Bypass sind nicht gerechtfertigt.

Wenn eine weitere unterirdische Straßenbahnlinie in Linz eine Berechtigung hätte, dann am ehesten unter der Landstraße als zusätzliche Linie mit halb so vielen Haltestellen wie dzt.

Neben der hohen Investitionskosten sprechen aber auch die dauerhaft aufzubringenden Betriebskosten für Liftbetrieb, Überwachung, Reinigung und Beleuchtung, die pro Jahr bei den Linz Linien einen zusätzlichen erheblichen Abgang in Millionenhöhe erzeugen werden, gegen diese Lösung. Eigentlich sollte der Weg weggehen von neuen unterirdischen Welten mit all ihren Problemen.  Einige der geplanten Haltestellen würden über lange Zeiträume nur geringe Frequenzen aufweisen.

Unterirdische Straßenbahn ist keine U-Bahn!

Die hier geplante Projektslösung wäre ein um 2-3 Stockwerke tiefer gelegte Straßenbahn. In Wien hat man das vor 50 Jahren auf rd. 3 km Länge nur einmal gemacht und ist wieder davon abgekommen.
Für eine richtige U-Bahn müssten einerseits mehr Personen auf dieser Achse fahren, die Stadt Linz mindestens 5 x größer sein, der Haltestellenabstand wesentlich größer sein, und auf der Oberfläche viel weniger Platz vorhanden sein, als es hier der Fall ist.

 

 

 

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